An der Fürther Freiheit geht der Umbau zum Carré voran

FÜRTH – Der Ausbau des ehemaligen Quelle-Kaufhauses zum Carré Fürther Freiheit läuft. Bis zur Jahresmitte soll die Fassade fertiggestellt sein, der wichtigste Termin fällt in den Herbst.

Ein Umbau im laufenden Betrieb ist kein Vergnügen, bei Wöhrl in Fürth hat man sich nach einem halben Jahr daran gewöhnt. „Die Kunden finden sich mittlerweile gut zurecht“, sagt die stellvertretende Geschäftsleiterin Claudia Seifert.

Es gehe zwar deutlich beengter zu: Wegen der Arbeiten steht nur die Hälfte der Fläche zur Verfügung. Außerdem müsse häufiger geputzt werden, weil Dreck neben einer Baustelle eben nicht ausbleibe. Den Lärm aber habe sie sich schlimmer vorgestellt; selbst als im Erdgeschoss ein großes Loch für die neuen Rolltreppen in den Betonboden gefräst wurde, sei das zu ertragen gewesen.

Auch wenn sich die Belastung in Grenzen halte, herrscht bei Seifert Vorfreude auf die neuen Räume, die sie als viel heller und freundlicher ankündigt. Ein bisschen Geduld ist noch vonnöten. Ab Ende Juni werden die ersten Teilflächen an Wöhrl übergeben. Das Untergeschoss mit Kinder- und Sportmode sowie dem Wöhrlgeschäft U1 wird als erstes neueröffnen. „Hoffentlich noch vor den Sommerferien“, sagt Seifert.

Im Erdgeschoss steht dem Nürnberger Modehaus künftig weniger Fläche zur Verfügung: Dort wird der Lebensmittelhändler Tegut 1600 Quadratmeter beziehen. Dafür wächst Wöhrl im Obergeschoss, wo sich laut Seifert überdimensionierte Personal- und Lagerräume in zusätzliche Verkaufsfläche verwandeln.

Das kleine Café, derzeit im hinteren Teil des Parterres, wird künftig ebenfalls im ersten Stock zuhause sein – und das mit Blick auf die Fürther Freiheit. Dort, schwärmt der italienische Betreiber, würde er gerne Espresso und Kuchen im Freien servieren, um diesen Bereich des Platzes mit Stühlen, Tischen und Pflanzen in eine „Piazza Grande“ zu verwandeln. Die Erlaubnis der Stadt Fürth stehe noch aus. Die Parfümerie-Kette Douglas hat den Umbau bereits hinter sich: Sie durfte schon im Februar ihre Räume im Erdgeschoss beziehen.

Verantwortlich für die Verwandlung des Hauses ins Carré Fürther Freiheit zeichnen die Investoren Art Invest aus Köln sowie die Erlanger Gruppe Sontowski und Partner, die über ihre Tochter Pegasus Capital Partners beteiligt ist. Die Arbeiten, sagt Michael Seidl von Pegasus, liegen im Zeitplan. Ende April werden die Sandsteinplatten für die Fassade angeliefert, die dann bis zur Jahresmitte montiert werden.

Was fehlt, sind ein oder zwei Mieter für eine 800 Quadratmeter große Untergeschossfläche. „Da verhandeln wir gerade“, so Seidl. Für den Herbst – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft – kündigt er eine „Haupteröffnung“ an: Dann dürfte Wöhrl alle Flächen bezogen haben, dann geht im dritten Stock die Augsburger medaktiv an den Start mit ihrem Zentrum für Ergo-, Logo- und Physiotherapie. Als Nachzügler wird im ersten Quartal 2017 Tegut einziehen. Terminlich lasse sich das nicht vorziehen, schließlich können die Arbeiten in diesem Gebäudeteil erst beginnen, wenn Wöhrl innerhalb des Hauses umgezogen ist.

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/fuerth/an-der-further-freiheit-geht-der-umbau-zum-carre-voran-1.5105648